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theater 89
Deutschland
Freitag, 4. Mai
19.30 Uhr

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Furcht und Elend des dritten Reiches
(Strach i nedza III Rzeszy)
Bertolt
Brecht schrieb diese Szenenfolge in Dänemark während der
Jahre 1935 bis 1938. Er benutzte Nachrichten, Zeitungsmeldungen
und Augenzeugenberichte für sein Stück, das er weniger
für "aus dem Leben gegriffen" als für eine "Gestentafel",
hielt, "eben die Gesten des Verstummens, sich Umblickens, Erschreckens
usw. die Gestik unter der Diktatur. ... die Montage entstand durch
die Briefe Dudows, der für die kleine proletarische Spieltruppe
in Paris etwas brauchte." (Arbeitsjournal 15.8.38.)
Furcht
und Elend des dritten Reiches ist eine seismographische Bestandsaufnahme
alltäglicher Situationen. Es zeigt eine Gesellschaft, die fast
unmerklich in ein Lebensgefühl permanenter Angst übergeht
und den Einzelnen zwingt, sich seelisch einem totalitären System
zu unterwerfen.
Das
Theater 89 wurde in den letzten Jahren mehrfach ausgezeichnet und
zählt zu den renommiertesten freien Theatern Deutschlands.
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